Der Umgang mit schriftlichen Bewerbungen

Die meisten Bewerbungen werden immer noch per Anschreiben und nicht per E-Mail verfasst. Das Bewerbungsanschreiben sollte aus Gründen der besseren Lesbarkeit mit Drucker geschrieben sein und nicht länger sein als eine Seite. Es sollte immer weißes, unliniertes 80-Gramm-Papier verwendet werden, denn in der Regel wird dieses Schreiben abgeheftet und aufbewahrt. Sollte sich ein Bewerber später erneut an das Unternehmen wenden, wird es sinnvoller Weise mit dem alten Bewerbungsschreiben verglichen.

Die Anlage mit dem tabellarischen Lebenslauf, wird dem Arbeitgeber nur leihweise zur Verfügung gestellt. Auch Fotos und Zeugniskopien sowie eventuelle Weiterbildungen, Seminaren Workshops usw.

Es sei denn, es wurde ausdrücklich vermerkt, dass die Unterlagen im Hause bleiben können, weil der Bewerber zum Beispiel auf eine spätere erneute Chance hofft. In der Regel werden die Anlagen nach Beendigung des Bewerberauswahlverfahrens an die nicht erfolgreichen Absender zurückgesandt.

Diese Rücksendung der Unterlagen wird von manchen Betrieben als ein lästiger Vorgang betrachtet, der nur Zeit und Geld kostet und daher gelegentlich unterbleibt, was für den Bewerber selbst unangenehm – und teuer – ist.

Manchmal werden in den Bewerberunterlagen auch Anmerkungen notiert, die dann besser nicht an die Bewerber zurück geschickt werden. Es wäre daher besser, wenn solche Anmerkungen auf einem Extrapapier notiert werden würden.
Der Umgang mit schriftlichen Bewerbungen ist einfach.

Von vielen Kleinunternehmen wird übersehen, dass die Bewerber einen schlechten Eindruck bekommen und den auch weitergeben. Das positive Bild, das von dem potentiellen Arbeitgeber zunächst vermutet wurde, wird beschädigt, wenn dieser sich falsch verhält. Hier gilt die Regel: Man sieht sich immer zweimal…

Es sollte berücksichtigt werden, dass die Bewerber sich teilweise aus der Schule her kennen und sich daher untereinander über ein fehlendes Antwortschreiben – oder unfreundliche Auskünfte am Telefon – beklagen. Es ist nachvollziehbar, dass solche Beschwerden ihre Kreise ziehen und möglicherweise, gerade in ländlichen Regionen, eine nicht unerhebliche Imagebeschädigung auslösen kann.

Umgekehrt wird sich eine freundliche Absage – bitte ohne weitere Kommentare – von der Masse der negativen Rücksendungen positiv unterscheiden. Trotz der Ablehnung wird verständnisvoll kommentiert.

Juristisch gesehen entsteht mit dem Einsenden der Bewerbungsunterlagen ein so genanntes ”vorvertragliches Vertrauensverhältnis”.
Nur leihweise überlassene Bewerbungsanlagen sollten baldmöglichst zurückzugesendet werden, da ihre Anfertigung mit Lichtbild und Kopien für die Bewerber nicht billig war.

Möglicherweise wurden versehentlich auch Originaldokumente beigelegt, die dann unbedingt wieder zurückgesandt werden müssen.

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